ClipArt

Für AnfängerInnen
Eine kurze einfache Erklärung, um eine Vorstellung zu erhalten, worum es geht.

Für Fortgeschrittene
Eine komplexe Erklärung mit technischen Hintergründen

 

Für AnfängerInnen:

ClipArts sind kleine Computergrafiken, meist in Comicform. Sie erhalten
ClipArts beispielsweise, wenn Sie Ihr Office-Paket komplett installiert
haben. In den Microsoft-Office-Programmen finden Sie die ClipArts unter
Einfügen / Grafik / Clipart. ClipArts werden auch mit vielen anderen
Programmen mitgeliefert. Daneben können Sie CDs mit vielen hundert ClipArts
zu kaufen. In der Regel dürfen Sie ClipArts ohne urheberrechtliche
Einschränkungen verwenden.

ClipArts haben ein spezifisches Speicherformat. Sie können jedoch nicht
durch bloßes Ansehen der Grafik sagen, ob es sich um ein ClipArt handelt.
Die technischen Merkmale sind auf den ersten Blick erkennbar.

Wesentlich für ClipArts ist, dass sie beliebig vergrößer- und verkleinerbar
sind, ohne dabei ihre Qualität zu verlieren. ClipArts können nicht direkt
auf Webseiten verwendet werden, da dieses Speicherformat nicht von allen
Browsern unterstützt wird. Programme wie Microsoft Frontpage erlauben aber
das Einfügen von ClipArts: Die Bilder werden einfach von dem Programm in ein
anderes Format umgewandelt.

Für Fortgeschrittene:

ClipArts sind in den Formaten EMF oder WMF gespeicherte Vektorgrafiken. Sie
werden als Gestaltungselemente mit vielen Softwareprodukten vertrieben.

Vektorgrafiken

Es gibt viele Speicherformate für Bilder. Diese Formate lassen sich in zwei
Gruppen einteilen: Eine Vektorgrafiken und Bitmaps.

Eine Vektorgrafik aus sogenannten Vektoren - vom Computer erzeugte und
berechnete Linien. Diese können mit Farbe ausgefüllt sein. Die Umrisse
werden als mathematische Funktion gespeichert. Deswegen ändert sich die
Qualität nicht, beim Vergrößern bzw. Verkleinern der Grafik. Der Computer
kennt Form die dargestellt ist und berechnet sie neu - immer in
gleichbleibender Qualität.
Es gibt neben ClipArts auch andere Bilder, die Vektorgrafiken sind. Zum
Beispiel die Zeichnungen, die mit dem Architektenprogramm CAD erstellt
werden, oder mit dem Designerprogramm Freehand.

Die zweite Gruppe von Bildspeicherformaten sind Bitmaps. Manchmal ist auch
von pixelorientierten Grafiken oder Pixelbildern die Rede. Eine
Bitmap-Grafik ist ein Bild, bei dem der Computer nur einzelne Punkte (Pixel)
kennt. Deshalb verändert sich die Qualität eines Bitmaps beim Vergrößern
oder Verkleinern. Die Veränderung der Größe eines Bildes verändert nicht die
Anzahl der Bildpunkte. Sind beispielsweise in einer Grafik mir 2 cm
Kantenlänge pro Zeile 200 Bildpunkte bekannt, verändert sich die Zahl der
Punkte nicht, wenn die Grafik auf 4 cm vergrößert wird. Das führt zu
schlechterer Qualität.
Fotos sind übrigens immer Bitmapgrafiken und nie Vektorgrafiken. Und sobald
sie ein Bild scannen, erhalten Sie ebenfalls ein Bitmap.
Zu Bitmapgrafiken erfahren Sie in den Artikel über Auflösung und Scannen
mehr Details.

EMF / WMF

ClipArts haben die Bildformate EMF oder WMF. Diese sind somit auch
gleichzeitig die jeweiligen Dateiendungen. WMF steht für Windows Meta File
und EMF für Enhanced Meta File. Die Speicherung in Vekroren erlaubt es,
ClipArts auch innerhalb der Office-Produkte bearbeiten. Sie können die
Bilder nicht nur beispielsweise in Microsoft Word oder FrontPage einfügen
sondern auch in einem Bildbearbeitungsprogramm öffnen und weiterverarbeiten.

 

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27.10.03 © Nora Bugdoll, Impressum