Welche Gefahren gibt es im Internet?

Das Internet ist in den vergangenen 3 Jahren erheblich gefahrlicher für PrivatanwenderInnen geworden: Inzwischen werden Internetviren in der Tagesschau gemeldet - was bedeuten die wichtigsten Schlagworte und welche Gefährdungen existieren?

Viren

Viren sind letzendlich einfach Programme. Programme, die geschrieben wurden, um Schaden auf PCs anzurichten. Sei es durch den Massenhaften Versand von E-Mails, dem Löschen der Festplatte oder wichtiger Dateien oder anderem.
Die meisten Viren werden heutzutage mittels E-Mail übertragen. In der Regel als Attachement - als angehängte Datei einer E-Mail. Prinzipiell ist es heute technisch auch möglich Viren direkt innerhalb der E-Mail - in einer formatierten HTML-Email nämlich zu verstecken. Gefährdet sind hierbei vor allem Microsoft E-Mail-Programme (also Outlook Express und Outlook). Es ist von daher ratsam, das Vorschaufenster dieser Programme auszublenen.

 

Würmer

Auch Würmer sind E-Mail-Viren und zwar die heute am verbreitetsten und schädiungsintensivsten. E-Mail-Würmer verbreiten sich nämlich selbstständig über den infizierten PC weiter und versenden so hunderte oder tausende von Mails - was bei Neuauftauchen eines solchen Virus zum Zusammenbruch vieler Firmennetzwerke und sogar Teilen des Internets führt. Die meisten E-Mail-Viren sind heutzutag Würmer. Das sind auch die Viren, die berühmt geworden sind: LoveYou, Melissa, SorbigF etc..

Trojaner oder Trojanische Pferde

Trojaner werden Programme genannt, die sich - meist über das Besurfen von Webseiten, bzw. Herunterladen von PlugIns - auf den PC einschleichen, ohne dass der / die Nutzerin dies bemerkt. Oftmals tarnen sie sich dabei als nützliche Anwendung - zum Beispiel als Spiel. Auf dem PC eingenistet führen sie schädigende Aktionen aus. Zum Beispiel öffnen Sie den PC sozusagen von innen, so dass Angriffe von außen besser erfolgen können. Andere Trojaner beteiligen sich aktiv am Hacken anderer Webangebote - so dass Ihr PC daran beteiligt ist, ohne dass sie das wissen.

Angriffe anderer Art

auf persönliche PCs

Sie müssen nicht denken, dass es jemand auf Sie persönlch abgesehen hat - oder auf den PC von Lieschen Müller. Viele HackerInnen lassen aber Programme laufen, die im Internet anwesende Rechner (und das ist auch Ihrer - solange Sie online sind) automatisch auf Schwachstellen absuchen, um dann dort Trojaner zu platzieren oder aus anderem Grund einzudringen. Meist wird dies zur Verbreitung von Viren oder zur Vorbereitung von Hackangriffen auf große Systeme oder Webserver (CIA; Weißes Haus, Telekom etc) genutzt, um die Spur zu verschleiern.

auf Webserver

Das betrifft Sie letzendlich kaum. Oftmals versuchen HackerInnen berühmte Webseiten oder Regierungssysteme zu knacken. Dies kann aus Jux geschehen, aus politischen Motiven oder einfach nur, um zu sehen, ob es geht.

Dialer

Dialer sind Programme, die teuere 0190 Nummern anwählen. Das Problem ist, dass die meisten derart gestaltet sind, dass dies ohne Ihre Zustimmung geschieht. Sie können zu einem Dialer wie zu einem Trojaner gelangen- über Downloads, Installationen von Webseiten aus (a lá "bitte installieren Sie folgendes Plugin nach, um die Webseite korrekt zu sehen") oder auch einfach nur über das Surfen. Inzwischen gibt es eine rechliche Regelung, Dialer betreffend, so dass Sie nicht mehr rechtlich ungeschützt sind und die anfallende Telefonrechnung begleichen müssen.

 

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