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3. Was kann ich damit machen?
3.1 Dienste
Es gibt unendlich viele Einsatzmöglichkeiten für das
Internet. Was Sie in dem Kapitel 1 gesehen haben, ist die Datenautobahn,
die wir jetzt bereisen.
Da drängt sich die Frage auf, was für Daten bereisen
denn die Datenautobahn. Nun gibt es zwei unterschiedliche Arten
auf diese Frage zu antworten: Ich kann den Inhalt der Daten beschreiben,
oder die technische Beschaffenheit der Daten. Den Inhalt können
Sie (später) selbst erkunden: Im Internet finden Sie zu jedem
(noch so abstrusen) Thema Informationen, Meinungen, Selbstdarstellungen,
Buchhinweise und noch viel mehr.
Die technische Beschaffenheit der Daten allerdings ist unterschiedlich.
Sie können sich vorstellen, daß man erst die Infrastruktur
erfunden hat und sich dann überlegte, was man damit anfangen
könne. Und dabei kamen unterschiedliche Menschen auf unterschiedliche
Lösungen, die sie alle unterschiedlich (technisch) realisierten.
Deswegen unterteilen wir heute das Internet in verschiedene Dienste.
Dienste ist ein Fachbegriff. Sie können es sich als verschiedene
Anwendungen erklären.
Jeder Dienst basiert auf einem anderen Protokoll.
3.2 WWW
Der heute bekannteste Dienst ist das WWW (World Wide Web). Das
Sie in diesem Moment bereisen.
Auch wenn viele Menschen im Gespräch das WWW mit dem Internet
gleichsetzen, so stimmt dies nicht ganz: Das WWW ist nur ein
Bestandteil von mehreren des Internets.
Das WWW ist der jüngste Internetdienst, der erst mit den
90er Jahren aufkam. Erst das WWW mit der einfachen Mausbedienung
verschaffte dem Internet den Durchbruch. Wenn Sie es bis hierhin
geschafft haben, wissen Sie selbst, daß die Bedienung an
sich überhaupt nicht schwierig ist.
Auf einer Webseite können Fotos, Grafiken, animierte Grafiken,
Videosequenzen und Töne zur Gestaltung genützt werden.
Erst der Browser macht allerdings eine Webseite zu dem was wir
sehen. Damit das WWW für alle Computertypen verständlich
ist, besteht es aus einer Art Programmiersprache in (ASCI-) Textformat
(HTML: Hypertext Markup Language), die der Browser dann übersetzt
und darstellt.
Info HTML:
Sie wollen wissen, wie eine Webseite aussieht, bevor Sie der
Browser zu dem macht, was Sie auf dem Bildschirm sehen, dann klicken Sie
hier.
Die Besonderheit
des WWW liegt in der Vernetzung durch sog. Links oder Verweise.
Da Sie es bis hierher geschafft haben, nehme ich an, Sie wissen,
was Links sind. Wenn nicht, dann klicken Sie hier,
um näheres über das Funktionieren von Links zu erfahren.
3.2.1
Wie funktioniert das WWW - oder: was passiert, wenn ich eine Webseite
anschaue?
Um eine
Webseite anschauen zu können, benötigen Sie eine Intenetverbindung,
einen Browser und die Adresse einer Webseite. Z.B. "www.whitehouse.gov"
Zu Fragen bei Adressen, siehe weiter unten.
Wenn nun
Ihr Computer über das Telefon Mithilfe des Modems mit dem
Provider verbunden ist (siehe Grafik3) passiert folgendes: Sie
geben Ihrem Browser-Programm die Adresse der gewünschten
Webseite an. Das Programm schickt den Befehl an den Providercomputer.
Der Computer stellt fest, daß die gewünschte Datei
nicht auf diesem Computer gespeichert ist und schickt den Befehl
an den nächsten Computer (2). Der Computer Nummer 2 weiß
nun zufälligerweise, welcher Rechner diese Webseiten hat
und schickt es an den Rechner 3. Der Rechner 3 bekommt nun die
Mitteilung, daß Sie diese Webseiten anschauen möchten.
Deswegen packt er die Datei in lauter kleine Teile und schickt
diese Datei an sie zurück. Das heißt, erst an den Computer
2, der es zu ihrem Provider schickt und von dort aus zu Ihnen.
Der ganze Vorgang hat nur circa 2 Minuten gedauert.
Auch wenn
Ihnen diese Methode vielleicht seltsam und chaotisch vorkommt,
ist dies (etwas vereinfacht) das System nach dem die eingangs
erwähnten Protokolle TCP/IP arbeiten und somit das gesamte
Internet. Und: Es ist tatsächlich chaotisch. :-) Aber das
liegt daran, daß das Internet als solches chaotisch und
wild gewachsen ist und nie generalstabsmäßig geplant
wurde.
3.2.2 Adressierung
Um eine Webseite anzuschauen, muß ich entweder eine Adresse
eingeben, oder auf einen Link zu dieser Seite klicken.
Woher weiß ich die Adresse der Webseite?
Viele Webadressen erfahre ich heute durch die herkömmlichen
Medien: z.b. www.tagesschau.de am Beginn der Tagesschau, www.energy.de
aus der Radiowerbung, www.tvtoday.de aus der Fernsehzeitung etc.
Das ursprüngliche Konzept des Webs wäre es, sich mit
einer Handvoll Adressen Mithilfe der Links durch die ganze Welt
zu hangeln. So einfach ist das oft aber nicht. Deswegen helfen
uns im Internet sogenannte Suchmaschinen
dabei, eine neue Adresse zu finden.
Zum Thema Adressen sollten Sie einige allgemeine
Dinge wissen:
Wenn Sie die Adresse (URL genannt) http://klick.link-m.de
betrachten. So ist das .de die Länderkennung für Deutschland.
In der nachfolgenden Grafik mit den zwei Computern im gelben Bereich
dargestellt.

Liste
mit allen Länder-Top-Leveldomains (z.B. .de / at)
Link-m ist so etwas wie der Familienname des Computers.
Mit dem .de zusammen wird dieser Teil der Adresse Domain genannt.
In der obenstehenden Grafik existieren im orangen Bereich zwei
Computer mit "Nachnamen" link-m. Als letze - bzw. erste
Stelle dieser Adresse ist klick. Dieser Computername ist im organgen
Berich einmalig. Damit bezeichnet der gesamte Ausdruck http://klick.link-m.de
einen weltweit einmalig lokalisierbaren Computer.
Das Http:// vor der Adrese ist die Mitteilung für den Browser,
daß die zu öffnende Adresse eine Webseite ist und er
deswegen das Hypertexttransferprotokoll
verwenden muß. (Mittlerweile kann man das http:// bei den
meisten Browsern weglassen aber genaugenommen kann ich nur daran
eine WWW-Adresse erkennen, nachdem man aber davon ausgeht, daß
in erster Linie WWW-Adressen verwendet werden, steht nur noch
bei anderen Adressen eine Angabe davor).
In Deutschland
hat es sich eingebürgert, daß Firmen die Webadresse
www.firma.de benützen (z.B. www.sat1.de, www.quelle.de etc.)
Sie hätten aber auch den Rechner "deep-thought"
nennen können, dann hieße die Adresse deep-thought.sat1.de.
Selbstverständlich ist www. besser zu merken, weshalb es
bevorzugt wird.

In der obenstehenden Grafik sehen Sie eine längere URL.
Nach dem Schrägstrich steht ein Ordnername und nach einem
weiteren Schrägstrich steht ein Dateiname. Eine solche URL
sehen Sie auch, wenn Sie jetzt in die Adressleiste Ihres Browsers
schauen.
Zum Navigieren und Surfen reicht es jedoch im Normalfall eine
Adresse wie http://klick.link-m.de anzugeben - ohne Datei und
Verzeichnisangabe. Mit der verkürzten Version gelangen Sie
immer auf die Startseite - homepage genannt - eines Angebotes.
Versuchen Sie nicht, eine Adresse die so ähnlich lautet
wie diese: nora@bugdoll.de in Ihrem Browser einzugeben. Solche
Adressen sind E-Mail-Adressen.
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