2. Wie komme ich ans Internet?

Wenn ich einen Internet-Zugang möchte, brauche ich einen sogenannten Provider. Provider nennt man eine Firma, Organisation oder Privatperson, die anderen den Zugang zum Internet ermöglicht. Das heißt, der Computer des Providers ist mittels z.B. einer Standleitung an das Internet angeschlossen (sprich, an einem Computer, der mit einem anderen Computer verbunden ist, der mit einem weiteren Computer verbunden ist...)

Abbildung 2

Um am Internet teilzunehmen, muß ich entweder vor einem Computer sitzen, der direkt im Internet ist - wie z.B. der Computer des Providers - oder aber ich stelle mittels Telefonleitung eine Verbindung zwischen meinem PC Zuhause und dem Internetcomputer des Providers her. Damit dies funktioniert brauche ich folgende Dinge:

Vorausgesetzt ich habe von dem Provider eine Telefonnummer, einen Zugangsnamen und ein Paßwort bekommen, kann ich meinem Computer den Befehl geben, den Provider anzurufen.



2.1 Modem / ISDN Karte + Telefonanschluß

Es dürfte relativ klar sein, daß man als Privatperson, um in das Internet zu kommen, eine Telefonleitung benötigt. Dies kann ein herkömmlicher, analoger Telefonanschluß sein, oder ein moderne, digitaler ISDN-Anschluß, oder eine Standleitung. Da letzeres sehr teuer ist, gehen wir von den ersten beiden Möglichkeiten aus. Um Mißverständnissen vorzubeugen: Sie benötigen KEINE Extra-Telefonleitung, es reicht die, die sie schon haben.

Wenn Sie eine analoge Telefonleitung besitzen, benötigen Sie ein Modem, damit Ihr Computer diese Telefonleitung auch nutzen kann.
Das Modem ist sowohl mit dem Computer als auch mit der Telefonbuchse verbunden und übersetzt die digitalen Daten des Computers in Töne, um diese über die (analoge) Telefonleitung zu befördern. Das heißt, ein Modem tut nichts anderes, als Ihre Daten über die Telefonleitung zu pfeifen - übrigens exakt dasselbe, das auch ein Faxgerät tut.

Wenn Sie einen ISDN-Anschluß besitzen, wäre es unsinnig ein Modem zu benutzen, da der Computer digitale Daten ausgibt, das Modem diese in Töne umwandelt und dann Ihre Telefonanlage oder der Adapter wieder digitalisiert. Deswegen benötigen Sie eine ISDN-Karte. Mithilfe dieser Karte (die in den Computer eingebaut werden muß) wird Ihr Computer dann wieder mit der Telefonleitung verbunden und kann so Wählvorgänge und ähnliches steuern.

2.2. Provider + Software

Provider gibt es inzwischen wie Sand am Meer und mit mindestens ebenso vielfältigen und undurchsichtigen Preisstrukturen wie Mobilfunknetze. Sie findenhier einen klitze-kleinen Providervergleich, der einige Anregungen zum Preisvergleich bei Providern liefert.

Am bekanntesten sind in Deutschland (dank aggressiver und nervtötender TV-Werbung) AOL und T-Online.
1. AOL und T-Online sind eigentlich keine klassischen Internet-Provider, da diese Firmen eigene Netze aufgebaut haben und anbieten und im Zuge des Internet-Booms nun auch das Internet anbieten. Sie bekommen aber bei AOL auch immer das eigene Netz mit angeboten und verkauft - und müssen in der Regel erst auf einen Internet-Button klicken, bevor Sie tatsächlich im Internet sind.

2. Zu AOL und T-Online sollten Sie auf jeden Fall einen Blick auf die Providervergleich-Seite werfen, denn in der Regel sind kleinere Firmen momentan günstiger, egal was die Fernsehwerbung Ihnen erzählen will.

Die Giganten T-Online und AOL vertreiben ihre eigene Software, die Sie auf CD fertig zu Installation bekommen.

Ansonsten benötigen Sie eine Software, die Ihre Anwahl, Verbindungsaufbau etc. übernimmt (Bei W95 + 98 das DFÜ-Netzwerk) und verschiedene Programme, um das Internet zu nutzen. Windows95 + 98 sowie Microsoft-Internet-Produkte helfen Ihnen mit Assistenten oder automatischer Einrichtung bei der Konfiguration des DFÜ-Netzwerkes. Hilfestellung bekommen Sie auch bei Ihrem Provider.

Im Prinzip benötigen Sie für jeden Teil des Internets eigene Software. Der Trend geht allerdings zu All-in-one-Programmpaketen.

Auf jeden Fall brauchen Sie einen Browser. (Browser ist eine Bezeichnung für eine bestimmte Art von Programmen, wie z.B. auch "Textverarbeitung). Ein Browser ist notwendig, um sich Webseiten anzuschauen und zu surfen. Browserprogramme interpretieren und stellen die Webseiten dar. Bekannte Browserprogramme sind der Internet-Explorer von Microsoft und der Netscape Navigator / Communicator. Sie sollten darauf achten, nach Möglichkeit eine aktuelle Version der Programme zu benutzen, da sie sonst eventuell Anzeigeschwierigkeiten bei bestimmten Webseiten bekommen. Weiteres zur Software lesen Sie in den Kapiteln der einzelnen Internetdienste und in der Rubrik Software.

Generell sollten Sie die benötigte Software samt Installationsanleitung von Ihrem Provider bekommen.

 

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